Neue Schiedsrichter im Fußballkreis

Die Schiedsrichter-Gilde des Fußballkreises hat Zuwachs bekommen. Vom 13.01.
bis 15.01. lud der Schiedsrichterausschuss zum Anwärterlehrgang nach Kyritz ein
und konnte mit dem Ergebnis bis dato sehr zufrieden sein.

Die Vereine des Fußballkreises haben nach den größer werdenden Problemen im
Zusammenhang mit dem Schiedsrichtermangel durchaus erfolgreich um
Schiedsrichteranwärter geworben. 19 Anmeldungen gingen vor dem Lehrgang bei
Obmann Robert Graeske ein und auch wenn am Ende 2 Anwärter kurzfristig
verhindert waren, kann auf einen guten Wochenendlehrgang am Gymnasium Kyritz
zurückgeblickt werden.

Trotz der Fülle an Themen, die den Teilnehmern so einiges abverlangten und die
Köpfe über effektive 18 Stunden rauchten, legten alle Teilnehmer am Sonntag
erfolgreich im ersten Versuch ihre Prüfung ab. Diese bestand aus insgesamt 36
Fragen über die 17 Fußballregeln. Acht dieser Regeln hatten die Teilnehmer bereits
im Vorfeld zu Hause im Selbststudium zu erlernen, um die Zeit des Lehrganges
effektiv für die komplexeren Themen nutzen zu können. Zu diesen gehören im
Schiedsrichterwesen nicht nur die reinen Fußballregeln, sondern unter anderem auch
das Ausfüllen des Spielberichts Online, das Verfassen eines Sonderberichtes oder
wichtige Hinweise zum taktischen Verhalten vor, während und nach dem Spiel.

Die Prüflinge erreichten zwischen 25 und 34 Punkte, was nach Schulnotensystem im
Bereich der Noten 1 bis 3 liegt. Die Regeln 11 (Abseits) und 12 (Fouls und
unsportliches Betragen) wurden durch die Teilnehmer als schwierigste Themen
benannt. Dies ist wohl vor allem auf die Komplexität dieser Gebiete, welche selbst im
Profibereich wöchentlich zu verschiedenen Interpretationen führt, zurückzuführen.

Nachdem die Neulinge nun die Lizenz des Schiedsrichters erworben haben geht es
vermutlich schon in der Rückrunde an die ersten praktischen Einsätze, in erster Linie
bei Jugendspielen und als Schiedsrichterassistent. Erst hier wird sich zeigen, wer
das erlernte theoretische Wissen auch zu den entscheidenden Momenten abrufen
kann – dies sei schließlich das A und O, um auf den Sportplätzen zwischen
verschiedenen Spieler- und Zuschauertypen bestehen zu können. Der
Schiedsrichterausschuss wird durch das Projekt des Tandem-Schiedsrichters sowie
der Zuteilung von Schiedsrichter-Patenschaften weitere Schritte unternehmen, um
die Neulinge bestmöglich in ihrer Anfangszeit zu unterstützen und die Freude am
Hobby Schiedsrichterwesen erst richtig zu entfachen.

Erst in ein paar Monaten oder Jahren wird sich endgültig sagen lassen, ob der
Lehrgang ein wirklicher Erfolg war. Viele der neuen Referees treten schließlich noch
selbst aktiv Woche für Woche gegen das Leder oder nehmen Trainerpositionen ein,
was ihre Flexibilität bei den Ansetzungen einschränkt. Der Schiedsrichterausschuss
wünscht sich in dieser Hinsicht sehr, dass der eine oder andere Neuling das
Schiedsrichterwesen für sich entdeckt und diesem in Zukunft einen hohen
Stellenwert gibt. Schließlich seien für viele Akteure die Aufstiegschancen bei stabilen
Leistungen als Unparteiischer durchaus besser, als im Spieler-Dasein. (sw)


Die vier punktgleichen Lehrgangsbesten  mit Obmann Robert Graeske: Marvin
Zirk (SV Gumtow), David Hämmerling (SV Dergenthin), Eric Schulz (TSV Wustrau) und Mario Schmalenberg (FK Hansa Wittstock) (v.l.n.r).

Robert Graeske (Obmann), Fabian Schulte (Öffentlichkeitsarbeit & stellvertr.
Lehrwart), Michael Path (Lehrwart) und Sebastian Werner (Nachwuchskoordinator)
übernahmen als Referenten und Organisatoren die Ausbildung der Neulinge.


Gruppenfoto